An jedem zweiten Dienstag trifft sich unsere Rollenspielgruppe in Hannover. Die nächsten Spieltermine sind unserer online-Terminabstimmung zu entnehmen
Seit April 2010 spielen wir in eine Grusel-Kampagne in Norddeutschland (Herbst 1924), die aus mehreren Kurzabenteuern besteht.
Für die Gestaltung der Charaktere gelten die folgenden Anhaltspunkte:
Als Spielregeln dienen die aktuellen FeBaRoS-Regeln.
Die folgenden Charaktere haben sich in der Gruppe zusammengefunden:
Aus verschiedenen Richtungen und Anlässen reisen Marie Daub, Heinrich Dorfmark, Jonathan Rabe und Konrad Mollebusch am 08. November 1924 nach Parchim an. Den Abschnitt von Schwerin nach Parchim müssen sie unerwartet auf der Straße zurücklegen, da die Eisenbahnstrecke gesperrt ist.
So treffen sich die vier Reisenden erstmals in dem Bus eines örtlichen Taxiunternehmers, der sie mit seinem alten Daimler-Bus von 1905 nach Parchim bringen soll. Während der unbequemen Fahrt lernen sich die Reisenden ein wenig näher kennen. Auch Herr Kraft, der Fahrer des unkomfortablen Fahrzeugs, beteiligt sich an den Gesprächen seiner Fahrgäste.
In einem Augenblick der Unaufmerksamkeit des Fahrers kommt der Bus von der Straße ab und bleibt mit einem lauten Scheppern in gefährlicher Schräglage stehen. Die Gruppe befindet sich mitten im Friedrichsmoor und es beginnt zu regnen. Der Busfahrer untersucht kurz den Schaden und kommt zu dem Schluss, dass die Reparatur mit Hilfe der mitgeführten Ersatzteile möglich ist, jedoch einige Stunden dauern wird.
Wegen der ungemütlich nassen und kühlen Witterung und der bald einsetzenden Dunkelheit bietet der Fahrer an, die Reisenden an einem naheliegenden Gasthaus abzuholen, sobald der Wagen wieder fahrtüchtig ist. So machen sich die vier jungen Leute zu Fuß auf den Weg zum nächsten Gasthaus. Ziemlich durchnässt und durchgefroren erreichen sie tatsächlich bald einen Pfad, der vom Weg in Richtung Norden führt. Der Pfad scheint nicht regelmäßig genutzt zu werden und nur ein verwittertes Holzschild weist zu "Bernstätters Herberge".
Dem Pfad folgend erreichen die Reisenden tatsächlich alsbald ein prunkvolles und gut gepflegtes Herrenhaus, als bereits erster Donner grummelt und der Regen stärker wird. Die Eingangstür wird von einer freundlichen alten Dame geöffnet, die die Fremden sofort gastfreundlich empfängt und hereinbittet. Es folgt eine äußerst angenehme Bewirtung mit heißen und alkoholischen Getränken. Am offenen Kamin besteht die Möglichkeit, durchnässte Kleidung zu trockenen.
Im weiteren Verlauf des Abends erkunden die Reisenden die Herberge. Es gibt neben dem angenehmen Rauchzimmer einen großen Salon mit Bibliothek, einen Speiseraum und einige Gästezimmer. Doch langsam dmämmert den Besuchern, dass hier etwas nicht zu stimmen scheint: Die Bücher der Bibliothek sind alle recht alt. Scheinbar ist kein Buch jünger als 1882. Auf einem jungen Portrait des Hausherrn steht als Jahreszahl "'76". Die Mode der Bewohner entspricht der Mode des letzten Jahrhunderts. Der Preis von 10 Mark für Übernachtung und Abendessen erscheint auch für ländliche Gegenden außergewöhnlich niedrig.
Bei einem umfassenden Abendessen mit den Bewohnern und den Bediensteten der Herberge erfahren die Gäste, dass der gereichte Wein von 1881 erst drei Jahre alt ist. Kontrollfragen zur jüngsten Geschichte der 1920er Jahre weichen die Gastgeber verlegen aus. Für die Bewohner der Herberge scheint die Zeit tatsächlich still zu stehen.
Auch nach drei Stunden lässt der Regen nicht nach. Draußen stürmt es und immer wieder wird das laute Rauschen des Regens von Blitz und Donner begleitet. Gelegentlich ist das Heulen von Wölfen zu hören, vor denen die Bewohner eindringlich warnen. Angeblich sind schon Wanderer im Friedrichsmoor verschollen.
Direkt nach dem Essen machen sich Jonathan Rabe und Heinrich Dorfmark heimlich auf den Weg zum Bus von Herrn Karft. Sie sind wegen des Unwetters und der Geschichten von gefährlichen Wölfen besorgt um den redseligen Fahrer. Auf dem Weg zum Bus werden die beiden Männer selbst Opfer eines Wolfsangriffs. In dem entbrennenden Kampf wird Jonathan Rabe schwer verletzt. Gemeinsam gelingt es den beiden Männern dennoch, den Wolf in die Flucht zu schlagen.
Beide kehren verschmutzt und verletzt zur Herberge zurück, wo ihr Auftritt bei allen Anwesenden für große Aufregung sorgt.
Nach der ersten Versorgung der Jonathans Wunden werden Marie, Heinrich und Konrad von einer plötzlichen Müdigkeit himgesucht. Marie begibt sich zu Bett. Frau Bernstätter erklärt derweil Jonathan, Heinrich und Konrad, dass eine weitere nächtliche Suche nach dem Fahrer Herrn Kraft zu gefährlich und wenig erfolgsversprechend sei.
Müde begeben sich die Reisenden zu Bett und verfallen in einen Schlaf voller Träume, aus dem sie des Nachts einzeln von furchtbar maskierten Kultisten geweckt werden.
Marie, Heinrich, Jonathan und Konrad werden zunächst einzeln gefesselt und geknebelt und in einen dunklen Keller geführt, der die verkohlten Überreste menschlicher Körper enthält.
Nachdem alle vier im Keller versammelt sind, werden sie gemeinsam in den Garten geführt. Das regnerische Gewitterwetter ist inzwischen einer sternenklaren und schneidend kalten Nacht gewichen.
Marie und Heinrich werden im Figurengarten an einem Pfahl festgebunden, während sich Joanthan und Konrad so stark zu Wehr setzen, dass sie ihre Geggner schließlich überwältigen und kampfunfähig machen können.
Im Garten beginnt derweil ein Ritual, mit welchem eine Art Feuer beschworen werden soll. Elfriede Bernstein und die maskierten Kultisten verfallen in einen unverständlichen und unmelodischen Gesang, als es plötzlich immer wärmer wird.
Die Hitze schwillt minutlich an und erst in letzter Sekunde gelingt es Marie und Heinrich sich zu befreien und gemeinsam mit Jonathan und Konrad in den Wald zu fliehen.
Zunächst noch verfolgt von einer brennenden Frau Bernstein, die das Ritual im letzten Augenblick noch gefährdet sieht, erreichen die Reisenden schließlich schwer atmend den Weg durch das Friedrichsmoor.
Während die Flüchtenden aus der Ferne erleben, wie Bernstätters Herberge offenbar in einer Feuersbrunst zusammenfällt, bemerken sie Herrn Kraft, der mit einer Laterne den Weg entlang kommt.
Herr Kraft hatte sich bereits sorgen gemacht, da er seine Fahrgäste nicht an der Gaststätte im Friedrichmoor angetroffen hatte. Die Geschichte, die er sodann von seinen Fahrgästen hört, verschlägt ihm gründlich die Sprache.
Schweigend und sicher fährt er Marie, Heinrich, Konrad und Jonathan nach Parchim, wo sie am frühen Sonntagmorgen das Krankenhaus erreichen. Nach einer gründlichen ärztlichen Versorgung der Wunden, geht es weiter zum eigentlichen Ziel der Reise: Familie Meyer.
Die Meyers sind überrascht über die Zusammensetzung der Besuchergruppe und über den Zeitpunkt ihres Besuchs. Dennoch werden die vier sofort herzlich empfangen und zum Frühstück eingeladen.
Die gemeinsam erzählte Geschichte über die vergangene Nacht vermag Hans-Gunther Meyer kaum zu glauben. Er rät seinen Besuchern die Kontaktaufnahme zum Pfarrer, der alle Leute hier und entsprechnd viele Geschichten aus der Gegend hier kennt.
Nach dem Gottesdienst suchen also die vier Akteure den Pfarrer der örtlichen Kirchengemeinde auf und dieser kann tatsächlich einiges über die Familie Bernstätter und ihre Herberge im Friedrichsmoor berichten: Vor genau 40 Jahren endete jedoch die Geschichte der Familie Bernstätter als ihr Gutshaus im Moor von einer Art Feuerball getroffen wurde und vollständig verbrannte.
Als sei der Boden selbst verbrannt, blieb nichts als Stein und Asche an der Stelle übrig, wo einst das große Haus stand. Einzig eine Taschenuhr wurde - freilich stark beschädigt und nicht mehr funktionierend - in der Asche gefunden.
Als der Pfarrer einen Blick auf das Fundstück gewährt, erkennt Heinrich darin seine Taschenuhr wieder, die er in Bernstätters Herberge zurücklassen musste.
Nach dem Besuch beim Pfarrer lassen sich Heinrich und Konrad beim Schneider neu einkleiden. Marie besucht das Parchimer Tageblatt auf der Suche nach einem Archiv.
Gegen Mittag treffen sich die Reisenden wieder bei Familie Meyer, um sich auszuruhen. Die letzte Nacht war kurz und ereignisreich, so dass ein zweistündiger Mittagsschlaf die erforderliche Erholung bringt.
Nach einem Kaffeekränzchen der Familie Meyer steht ein Besuch auf dem aktuell stattfindenden Martinimarkt an. Jonathan zieht es vor, bei den Meyers zu bleiben: Er möchte sich noch etwas ausruhen. Außerdem fürchtet er, dass die Besucher des Jahrmarktes ihn wegen seiner Verletzung im Gesicht anstarren.
Auf dem Jahrmarkt vergnügen sich die Gäste mit Familie Meyer. Insbesondere die Kinder Elke und Michael freuen sich über die bunten, süßen und aufregenden Annehmlichkeiten des Jahrmarktes. Es gibt Zuckerwatte und Waffeln, eine Fahrt mit dem Riesenrad und einen Besuch in "Monster und Mutationen". Dort gibt es ausgestopfte Tiere mit Abnormitäten zu sehen. Heinrich, Hans-Gunther und Michael entdecken dort einen irischen Troll, der laut Erzählung des Schaustellers zu Lebzeiten seinen Vorbesitzer angegriffen hat, so dieser ihn töten musste.
Die Gruppe zieht weiter über den Jahrmarkt und amüsiert sich an verschiedenen Ständen und Fahrgeschäften: Losbude, Dosenwerfen, blinde Leierkastenfrau. Eine Wahrsagerin berichtet schließlich Marie, Heinrich und Konrad über ihre Zukunft, ohne dabei sehr konkret zu werden. Dennoch gibt es einige beunruhigende Andeutungen von der alten Frau
Schließlich geht es weiter durch die Lange Straße zum alten Markt, wo Heinrich nach das Specialitätentheater besucht, in dem ungewöhnliche Menschen mit Fehlbildungen und Abnormitäten gezeigt werden. Konrad haut derweil den Lukas und Marie fährt mit den Meyer-Kindern Karussell.
Gemeinsam steht dann noch der Besuch am Marionettentheater an, welches zusammen mit einer Clownshow Teil eines Unterhaltungskabinetts ist. Die Kinder freuen sich über die Missgeschicke der Clowns und wie diese auch Gäste aus dem Publikum mit Wasser bespritzen oder mit Kamellen bewerfen. Langsam setzt Erschöpfung ein und man beschließt, nach einem Besuch beim Zauberer noch etwas zu trinken und dann den Heimweg anzutreten.
Marie und Konrad besuchen zusammen mit der Familie Meyer die Show des Zauberers Dr. Larifari. Neben verschiedenen Spiegeltricks (Frau ohne Unterleib, enthauptete Frau etc.) und kleineren Zaubertricks zeigt der geheimnisvolle Dr. Larifari die große Hypnotisation. Ein Freiwillger aus dem Publikum wird mit Hilfe einer beinahe lächerlich wirkenden Hypnosebrille dazu gebracht, bellend, grunzend oder wie ein Frosch hüpfend auf der Bühne umherzulaufen.
Die Familie Meyer, insbesondere Elke und Michael, werden durch die Show gut unterhalten. Nach der Zaubershow bekommen Elke und Michael jeweils eine Hypnotisationsbrille, wie sie der Magier einsetzt.
Nach der Show treffen Marie, Konrad und die Meyer wieder auf Heinrich, der statt eines Besuchs in der Zaubershow ein Heißgetränk zur Erwärmung zu sich nehmen will. Heinrich war in der Clownshow mit Wasser bespritzt worden, so dass ihm ein wenig kalt ist.
Die Besucher der Zaubershow treffen wieder auf Heinrich. Nach einem letzten gemeinsamen Getränk auf dem Martinimarkt machen sich alle auf den Rückweg zum Haus der Familie Meyer, wo Jonathan sich ausruht und seine Gesichtsverletzung pflegt.
Am Abend reden die versammelten Freunde bei einigen Gläsern Schnaps noch einmal über die Erlebnisse des Tages. Zuerst gehen die Kinder ins Bett und einige Zeit später auch die Erwachsenen: Marie bezieht ihr Gästezimmer. Heinrich und Konrad teilen sich das zweite Gästezimmer. Jonathan nächtigt im Wohnzimmer auf dem Sofa.
In der Nacht erwacht Heinrich durch einen Traum. Bevor er wieder einschlafen kann, bemerkt er eine Bewegung im Flur. Er steht auf und folgt Elke und Michael, die sich schlafwandlerisch ins Obergeschoss bewegen. Die Kinder reagieren nicht auf Rufe. Sie bewegen sich zielstrebig auf das Elternschlafzimmer zu. Dabei halten sie große Küchenmesser in den Händen und tragen eine Maske vor den Gesichtern.
Heinrich ruft schließlich laut, bewaffnet sich mit einem Hocker und schreit um Hilfe. So kann er schließlich den Angriff der Kinder auf ihre Eltern vereiteln. Hans-Gunther ist bereits aufgesprungen, als sein Sohn Michael mit erhobenem Messer auf ihn zugeht. Auch Jonathan und Marie sind durch Heinrichs Rufe erwacht und ins Obergeschoss gestürmt. Gemeinsam gelingt es ihnen, die Kinder zu wecken und zu entwaffnen.
Doch der Schock bleibt: Insbesondere Elke und Michael verstehen nicht, was geschehen ist. Sie brechen in Tränen aus, als ihnen bewusst wird, dass sie mit Messern ihre Eltern angreifen wollten. Marie gelingt es schließlich, die Kinder zu beruhigen. Diese erzählen schließlich von einem Traum, in dem sie auf einem Jahrmarkt Luftballons mit Messern zerstechen wollten. Doch bevor sie zustechen konnten, wurden sie unsanft geweckt.
Marie, Jonathan, Konrad und Heinrich entschließen sich, für den Rest der Nacht Wachen einzuteilen. Im weiteren Verlauf der Nacht passiert jedoch nichts ungewöhnliches. Am nächsten Morgen beschließt Hans-Gunther normal zur Arbeit zu gehen. Scheinbar hatten die Kinder nur schlecht geträumt und wurden durch die Eindrücke des Jahrmarktes beeinflusst. Dennoch bittet er seine Freunde, der Sache auf den Grund zu gehen. Rosemarie sucht am Morgen mit Elke und Michael den Hausarzt auf, um untersuchen zu lassen, ob verdorbenes Essen, Rauschmittel oder etwas anderes den gefährlichen Schlafwandel ausgelöst haben.
Marie, Jonathan, Konrad und Heinrich wollen am Vormittag eigene Ermittlungen anstellen.
Nach dem gemeinsamen Frühstück im Haus der Familie Meyer verlassen sie das Haus für einen Besuch auf dem Jahrmarkt. Auf Dem Weg machen sie noch aus Sorge wegen der verschwundenen Maske einen Abstecher zum Kinderarzt, wo sie Rosemarie und ihre beiden Kinder erwarten. Dort erhalten sie jedoch die Information, dass die Meyers nach erfolgter Behandlung die Praxis bereits verlassen haben.
Marie, Jonathan, Konrad und Heinrich gehen zum Jahrmarkt, wo am Vormittag Aufräum- und Reinigungsarbeiten stattfinden. Sie befragen zunächst die blinde Leierkastenfrau Sarah Mucks und gehen anschließend zu "Monser und Mutationen", um sich die Exponate, die am Abend zuvor nur Heinrich zu Gesicht bekam anzuschauen. Der Betreiber der Show Herr Loden führt die Besucher ausnahmsweise auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten durch seine Attraktion und erzählt ihnen die Geschichte vom gewalttätigen Troll.
Nach dem ersten Jahrmerktbesuch kehren Marie, Jonathan, Konrad und Heinrich hungrig zu den Meyer zurück, um sich zu stärken. Rosemarie berichtet ihnen vom Besuch beim Kinderarzt, der nichts ungewöhnliches bei Elke und Michael feststellen konnte. Er führt die Alpträume und den Nachtwandel auf die Eindrücke und das schwer im Magen liegende Essen vom Jahrmarkt zurück. Aus dem Wartezimmer weiß Rosemarie jedoch eine Neuigkeit zu berichten: Man erzählt sich, dass in der letzten Nacht ein Ehepaar in dessen Wohnung ermordert worden sein soll. Den Kindern der Familie sei jedoch nichts zugestoßen.
Nach dem Essen geht Jonathan mit Michael zum Fußballspielen auf den Wall. Marie, Konrad und Heinrich wollen sich bezüglich der weiteren Mordfälle in der Stadt umhören und verabreden sich mit Jonathan bei der Polizei.
Auf ihrem Weg durch die Stadt befragen Marie und Konrad geschickt einige Passanten und ihr Weg führt sie schließlich zum Haus der Familie Karmann, in dem die Eltern in der vergangenen Nacht blutig ermordet wurden.
Kurzerhand entschließend sich Marie, Konrad und Heinrich, die Hinterbliebenen der Familie aufzusuchen. Es gelingt insbesondere Marie ein vertrauensvolles Gespräch mit der Großmutter und den beiden Zwillingstöchtern der Familie Karmann aufzubauen. Auch wenn die Familienmitglieder immer wieder weinen und schluchzen, da Schrecken und Trauer noch sehr frisch sind, können die Ermittler einige Informationen erhalten:
Die Karmanns waren am Vorabend ebenfalls auf dem Jahrmarkt und haben einige Attraktionen besucht. In der Nacht hatten die beiden Zwillingsschwestern einen Traum, in dem sie Luftballons mit Messern zerstechen mussten, um einen großen Teddybären zu gewinnen. Im Zimmer der Mädchen befanden sich zwei Masken, die denen der Meyerkinder ähnlich sind, jedoch ist der Ausdruck der Masken zu einem erschreckend verzerrten und höhnischen Grinsen verzogen. An die Herkunft der Masken können sich die beiden Zwillinge nicht erinnern. Mit Erlaubnis der Kinder nimmt Heinrich die Masken an sich.
Auf dem Rückweg kommt es zu einer Diskussion zwischen Marie, die glaubt gesehen zu haben, wie Heinrich eine weitere Maske eingesteckt hat, und Heinrich, der dies vehement bestreitet. Unerklärlich bleibt zunächst, warum sich der Ausdruck einer der beiden Masken verändert hat: Nur noch eine Maske zeigt das verzerrte Grinsen, während die andere so ausdrucklos dreinschaut wie die Masken der Meyerkinder.
Kurz vor Erreichen der Polizeistation treffen Marie, Heinrich und Konrad auf Jonathan und berichten ihm von den neuen Erkenntnissen. Gemeinsam gehen die Reisegefährten zur Polizei, wo Jonathan den Kontakt zum ermittelnden Hauptwachtmeister Ebeling sucht. Jonathan berichtet dem Polizisten von dem Verhalten der Meyerkinder in der vergangenen Nacht. Hauptwachtmeister Ebeling vertraut Jonathan einen ähnlichen Fall an: Der Sohn der Familie Vorhaus konnte in der letzten Nacht nur davon abgehalten werden, seine Eltern im Schlaf zu erstechen. Glücklicherweise war sein Vater erwacht und konnte seinen Sohn in letzter Sekunde entwaffnen.
Wegen der Parallelen möchte Ebeling am nächsten Morgen die Meyers vernehmen.
Mit diesen Erkenntnissen begeben sich die Akteure erneut zum Jahrmarkt, wo sie die Wahrsagerin aufsuchen, um weitere Erkenntnisse zu erlangen. Die Prophezeiungen der Wahrsagerin ähneln denen vom Vorabend. Viel neues ist nicht herauszubekommen.
Bei einem Besuch in einem Spiegelkabinett wird Marie durch einen weißen Schemen erschrocken, dessen Herkunft im weiteren Verlauf des Abends nicht aufgeklärt werden kann.
Schließlich kehrt die Gruppe zurück zum Hause Meyer. Dort ist alles in Ordnung: Die Kinder sind auf dem Weg ins Bett und Hans-Gunther ist guter Dinge bis er die Schilderungen seiner Gäste hört. Die weiteren Fälle mit deutlichen Ähnlichkeiten schockieren den Vater sichtbar.
Nach dem Abendessen begeben sich Marie, Konrad, Heinrich und Jonathan erneut auf den Jahrmarkt und statten der Zaubervorstellung des Dr. Larifari einen weiteren Besuch ab. Während sich Jonathan außen am Zelt umschaut, beobachten die anderen drei Ermittler die Ereignisse in der Zauberschow. Die Vorstellung verläuft ganz ähnlich wie am Abend zuvor. Selbst der Freiwillige aus dem Publikum hat deutliche Ähnlichkeiten mit dem vom Vorabend.
Während der Vorstellung ist unregelmäßig ein Klingen von kleinen Glöckchen zu hören, welches von einem Armband der Assistentin stammt, wie sich herausstellt.
Nach der Vorstellung beobachten die Akteure die Assistentin im Kassenhaus und sprechen Familienväter an, die dort Hypnosebrillen für ihre Kinder gekauft haben.
Am Ende des Jahrmarktbesuchs glauben Marie, Heinrich, Konrad und Jonathan jedoch keine neuen Erkenntnisse zu haben. Selbst die Suche nach einem Stand, an dem Luftballons zerstochen werden müssen, bleibt erfolglos.
Nach der Rückkehr zum Hause Meyer ertränken die Männer ihren Frust über den Misserfolg in reichlich Alkohol. Marie hält derweil die erste Nachtwache vor dem Kinderzimmer.
Heinrich erwacht plötzlich aus einem merkwürdigen Traum. Seinen Mitreisenden berichtet er, dass er möglicherweise jemanden umgebracht habe. Da ihn auch in der letzten Nacht ein Traum aufweckte, als es zu dem Angriff der Kinder auf ihre Eltern kam, rennt Marie geistesgegenwärtig ins Zimmer von Elke und Michael. Dort scheint nichts ungewöhnliches vorgefallen zu sein: Die Kinder schlafen ruhig in ihren Betten.
Am nächsten Morgen werden die Gefährten auf einen Zeitungsartikel im Parchimer Tageblatt aufmerksam. Dort wird neben den bekannten Ereignissen und den Erkenntnissen ein bekannter Volkskundler und Historiker zitiert, der einen Zusammenhang zwischen den Mordfällen und dem stattfindenen Martinimarkt sieht. Angeblich seien ähnliche Vorfälle historisch belegbar.
Die Ermittler machen sich auf zum Verlagshaus und unterhalten sich kurz mit dem Reporter Feldhoff, der den Artikel verfasst hat. Anschließend statten sie der Polizei einen weiteren Besuch ab. Dort gibt es interessante Neuigkeiten: Der Zauberer Dr. Larifari vom Jahrmarkt wurde am Morgen festgenommen wegen des Verdachts zur Anstiftung zu Mord. Der inhaftierte Landsreicher "wirrer Willy" ist außerdem in der vergangenen Nacht unter noch ungeklärten Umständen ums Leben gekommen.
Marie, Konrad, Jonathan und Heinrich machen sich auf den Weg zum zitierten Historiker Oberländer, der ein Landhaus außerhalb Parchims bewohnt. Dort ist zunächst niemand anzutreffen. Eine nähere Untersuchung der naturbelassenen Villa führt jedoch Einbruchsspuren zu Tage: Auf der Rückseite ist ein Fenster geöffnet. Am hölzernen Rankgitter und am Boden unter dem Festern finden sich Kerben, Abdrücke und sogar einige Blutspuren.
Jonathan steigt kurzerhand in das Haus des Volkskundlers ein. Er findet sich in einem verwüsteten Arbeitszimmer wieder und öffnet zunächst seinen Begleitern die Haustür im Erdgeschoss.
Die Ermittler schauen sich im Haus um und finden im Arbeitszimmer neben einem Haufen verwüsteter und zerschnittener und zerissener Schriftstücke auch die furchtbar zugerichtete Leiche eines älteren Mannes. Hinter einem umgestoßenen Stuhl und zwischen herausgerissenen Büchern liegt der zerstochene Körper in einer enormen Blutlache. Nicht nur die Leiche ist mit schweren Stichwunden zugerichtet: Auch am Fußboden und den Möbeln im Raum sind tiefe Einkerbungen zu entdecken. Konrad kann diesen seltsamen Spuren später sogar bis in der Wald hinein folgen. Für einen Moment sind die Finder des toten Kunsthistorikers von diesem Anblick zutiefst erschrocken, doch dann beginnt die Suche nach Hinweisen:
Papierstücke werden gesammelt und geordnet. Der Wissenschaftler beschäftigte sich offenbar mit der Evolution der einstigen Märkte zur heutigen Kirmes und mit Verbindungen von Jahrmärkten im Allgemeinen. Einige Unterlagen enthüllen Erkenntnisse über Elternmorde und Massenhysterien in Verbindung mit Volksfesten in vielen Zeiten und Teilen der Welt. Einer der historischen Texte erinnert Heinrich an seinen Traum der vergangenen Nacht. Zunächst führen die gefundenen Hinweise in verschiedene Richtungen. Von Beeinflussungen und Rauschmitteln ist die Rede. Schließlich verdichten sich jedoch die Hinweise in eine bestimmte Richtung und immer fanden die Untaten im November um den Martinstag statt.
Die Abenddämmerung setzt bereits ein, als sich Marie, Konrad, Heinrich und Jonathan entschließen den eiligen Rückweg ins Parchimer Zentrum einzuschlagen, um Furchtbares am heutigen Martinstag zu verhindern. Nach einer knappen Stunde erreichen sie die ersten Häuser der Stadt und machen auf der Straße vor dem Hintergrund der neu gewonnenen Erkenntnisse eine besorgniserregende Entdeckung...
Ein weggeworfener Handzettel lädt zu dem heute stattfindenden Festival der Masken ein. Schnell eilen die vier Ermittler dem Jahrmarkt im Stadtzentrum entgegen. Der ganze Jahrmarkt wirkt unnatürlich an diesem Abend: Die Farben sind zu grell, das Gelächter zu laut, die Freude zu überzogen.
Alle Besucher des Marktes tragen die weißen Gesichtslarven und plötzlich kippt die Stimmung: Die Besucher werden aggressiv und beginnen, auf die anderen Besucher einzuschlagen. Von der blutigen Schlacht sind nur die Maskenträger betroffen. Schnell säumen Leichen und Verletzte die Straßen.
Marie, Konrad, Jonathan und Heinrich tragen selbst keine Masken und werden daher von den übrigen Jahrmarktbesuchern nicht beachtet. Dafür bemerkt offenbar der Veranstalter des Festivals die unmaskierten Ermittler und lässt diese auf Puppengröße schrumpfen. Eine gefährliche Jagd über den Jahrmarkt mit Kämpfen gegen die belebten Puppen des Marionettentheaters beginnt. Erst der Gesang der blinden Leierkastenfrau bricht den Zauber und lässt die geschrumpften Freunde wieder auf Lebensgröße anwachsen.
Mit einem gezielten Angriff auf den gut bewachten Wagen des Clowns können die Unmaskierten schließlich das Festival der Masken beenden. Verletzt und unter Schock stehend beenden Marie, Konrad, Heinrich und Jonathan die Schlacht der Jahrmarktbesucher. Der gescheiterte Clown sinkt in den Armen der Leierkastenfrau zusammen und wird von einem großen, schlacksigen, weißen Clown getötet und seines grinsenden Gesichts beraubt. Augenblicklich zerfallen der Clown und seine Diener zu Staub.
Etliche Menschen sterben an diesem Abend auf dem Martininmarkt oder werden in der Massenschlägerei schwer verletzt. Noch Schlimmeres können die Freunde der Meyers durch ihr beherztes Eingreifen jedoch verhindern.
Einen Teil der Ereignisse kann sind auch in den Briefen des Konrad Mollebusch an seine Frau dokumentiert:
1. Brief
2. Brief
Am 13. Februar 1925 treffen sich Marie Daub, Konrad Mollebusch und Jonathan Rabe am Bahnhof in Schwerin wieder, um von dort die gemeinsam Weiterreise nach Zingst anzutreten. Schon im letzten November hatten sich die Versammelten im Bahnhof in Schwerin getroffen.
Konrad hatte seine Parchim-Bekanntschaften vom vergangenen November zu einem verlängerten Wochenende an der Ostsee eingeladen, um noch einmal gemeinsam und in aller Ruhe die Ereignisse vom Martinimarkt in Parchim 1924 mit etwas Abstand zu verarbeiten.
Heinrich Dorfmark teilte am Morgen des Anreisetags mit, dass er wegen einer wichtigen Parteiversammlung nicht schon am Freitag nach Schwerin kommen könne. Er würde aber dann auf jeden Fall versuchen am Samstag anzureisen.
Die Beteiligten freuen sich über das Wiedersehen nach einem Vierteljahr und treten die Weiterreise zur Osteseeküste in einem gemeinsamen Zugabteil an.
Im Abteil sitzen bereits zwei Männer, von denen einer Jonathan bekannt vorkommt: Er traf Richard Gesterding von ein paar Jahren in Hannover, als dieser bei der Polizei Akteneinsicht ersuchte.
Richard Gesterding im Abteil gegenüber sitzt sein flüchtiger Bekannter Berthold Kaufmann, ein Journalist aus Hamburg, der den Anwesenden sogleich von seinen Plänen für einen kurzen Reiseartikel von Zingst berichtet. Marie bietet daraufhin ihre Unterstützung in Form passender Fotographien an.
Die Reisegemeinschaft im Abteil verkürzt sich die Fahrt mit einer angeregten Unterhaltung bis einige Zeit nach einem längeren Aufenthalt in Rostock ein Schaffner ins Abteil tritt und nach einem anwesenden Arzt fragt.
Konrad weist darauf hin, dass er zwar kein Arzt ist, sich jedoch ein wenig mit Medizin auskennt und folgt dem Schaffner in den nächsten Waggon zu einem jungen Mädchen von etwa 12 Jahren. Marie und Jonathan folgen Konrad, um nachzuschauen, welche Hilfe dort benötigt wird.
Nachdem bereits einige Zeit vorher Herr Kaufmann das Abteil verlassen hat, um sich die Füße zu vertreten, verbleibt nun Herr Gesterding allein im Abteil zurück und zückt sein Notizbuch.
Konrad, Marie und Jonathan finden im Nachbarwagen ein dünn bekleidetes Mädchen mit geweiteten Pupillen vor. Die junge Frau trägt nur ein unpassendes, weißes Nachthemd und keine Schuhe. Marie versucht das Mädchen anzusprechen, doch dieses zeigt kaum Reaktionen. Da bereits die Mitreisenden aus dem Dritte-Klasse-Waggon neugierig schauen, was dort wohl los ist, möchte Konrad das Mädchen gerne zur weiteren Untersuchung ins Abteil bringen. So führen Marie und Konrad das Mädchen zu ihrem Abteil zurück.
Richard Gesterding steht gerade im Gang vor dem Abteil, um dort eine Zigarette am geöffneten Fenster zu rauchen.
Auch der Journalist Berthold Kaufmann kehrt in diesem Moment von seinem Spaziergang im Zug zurück. Er bleibt an einem Fenster zwei Abteile weiter vorne stehen und öffnet dieses, wohl um ebenfalls eine Zigarette zu rauchen.
Als Marie und Konrad gerade das orientierungslose Mädchen ins Abteil führen, lehnt sich Herr Kaufmann mit leerem und verzweifeltem Blick weit aus dem geöffneten Fenster.
Kurz darauf ist ein dumpfer Schlag zu vernehmen und der leblose Körper des Journalisten fällt zurück in den Gang. Wo eben noch sein Kopf war klafft nun ein Loch im Hals, auf dem sich nur noch ein stark blutender Unterkiefer befindet.
Während Marie und Konrad zunächst das orientierungslose Mädchen in ihr Abteil geleiten, sind Riachard und Jonathan dem schockierenden Anblick des Toten im Gang ausgesetzt. Jonathan deckt den kopflosen Körper mit einem Vorhang ab, um neugierige Reisende vor dem Anblick zu schützen, während Richerd Gesterding den Schaffner heranruft.
Gemeinsam mit den heraneilenden Reichsbahnbeamten werden die beachbarten Abteile geräumt. In eines der Abteile zieht Konrad den Leichnam des Herrn Kaufmanns.
Jonathan bewaffnet sich mit seinen Schlagstöcken und schreitet die nächsten Abteile und Waggons ab auf der Suche nach einer möglichen Ursache für den plötzlichen Sinneswandel des Journalisten. Er kann jedoch nichts ungewöhnliches feststellen.
Der Schock sitzt tief. Der Zug bremst. Der Bahnhof in Zingst ist erreicht. Die Zugfahrt endet heute dort.
Die Reiseden strömen auf den Bahnsteig der kleinen Ostseegemeinde und nach kurzer Zeit taucht ein Polizist auf: Oberwachtmeister Starck nimmt die Ermittlungen in dem Todesfall des Reisenden auf und befragt dabei auch Marie, Konrad, Jonathan und Richard. Richad Gesterding entdeckt außerdem am Nachthemd des Mädchens ein kleines Schild, welches auf die Kinderheilstätte in Zingst verweist.
Da der Polizeibeamte zunächst den Ort des Geschehens und Todesopfer näher untersuchen muss, bittet er die Reisegruppe darum, dass orientierungslose Mädchen mitzunehmen. Die Kinderheilstätte liegt ganz in der Nähe ihres Hotels. Oberwachtmeister Starck will später zum Hotel kommen, um die Reisenden weiter zu Ereignissen zu befragen.
Mit einer Droschke werden die schockierten Reisenden samt unbekanntem Mädchen zu ihrem Hotel gefahren. Dort bringen sie zunächst ihr Gepäck auf die gemütlichen Zimmer, bevor sie sich auf den Weg zur Kinderheilstätte in unmittelbarer Nachbarschaft machen, um das Mädchen dorthin zu bringen.
Die Gruppe steht nun vor dem unscheinbar wirkenden Haus der Heilstätte. Was mag noch passieren?
Von Dezember 2009 bis April 2010 führte es unsere Gruppe nach Neuseeland im Jahr 1892. In "Grauen bei Hokitika" gingen die Charaktere ungeklärten Vermisstenfällen auf die Spur und ließen in einem gefährlichen Finale ihr Leben.
Bei diesem Abenteuer besteht die Spielleitung aus zwei Personen.
Die Gruppe war insgesamt so besetzt:
Das Abenteuer "Schatten über Nordstemmen" spielten wir von März 2009 bis November 2009. Die Gruppe bestand aus den folgenden Charakteren:
Die Ereignisse des Spiels sind in einem Ereignisbericht vom Spiel zusammengefasst.
Ein KULT-Abenteuer führte uns nach New York. Dort spielten wir bis Januar 2009. Die Gruppe war wie folgt besetzt:
Ab Mai 2008 spielten wir ein Horror-Abenteuer in Hamborn (Cthulhu). Von diesem Abenteuer gibt es einige Aufzeichnungen des ermittelnden Kommissars Kornfeld.
Die Besetzung dieses Abenteuers sah so aus: